Mooer Radar – Ankündigung

Meine Leidensgeschichte

Seit ich verzerrte Stromgitarren aufnehme habe ich schon vieles ausprobiert – DI mit Amp & Cab Simulationen in der Daw, Modeling Amps, Röhrenverstärker mit analogen Cab simulationen, Röhrenverstärker mit Cabsim in der DAW, bin aber letzten Endes immer zur Gitarrenabnahme mit Mikrofonen zurückgekehrt weil die Ergebnisse einfach am authentischsten und besten sind. Physikalische Prozesse lassen sich eben nur schwer simulieren. Andererseits wird hier und da ein Mikro verschoben und schon scheint es schier unmöglich einen identischen Sound zu reproduzieren.  Keine Frage – es gibt extrem gute IRs, jedoch bin ich kein Fan davon den Gitarrensound in der DAW zu produzieren.

Die Rettung?

Vor kurzer Zeit erschien eine interessante, erschwingliche Gerätschaft die eine Antwort auf nahezu alle Konfigurationen zu sein scheint. Der Mooer Radar.

  • 30 Speaker Simulationen
  • 4 Endstufen simulationen
  • 11 Mikrofon Preamp Simulationen
  • Die Möglichkeit eigene, oder Drittanbieter IRs zu nutzen
  • EQ
  • 36 Preset-Slots
  • 6,3 mm Klinken Ein- und Ausgänge
  • 3,5 mm Stereo Klinkenausgang für Kopfhörer
  • Stromversorgung via (mitgeliefertem) Netzteil

Mögliche Verwendungszwecke

Das Gerät lässt sich über den Effekt Send des Amps betreiben, um somit die Vorstufe des Amps + Simulierte Endstufe des Radar zu nutzen, ebenso, sofern vorhanden, über den RAW out des Amps, was die Endstufensimulation des Radar überflüssig macht, jedoch noch immer die Möglichkeit einen IR zu nutzen bietet, und sich die Mikrofonierung zu sparen (Einfach nur weil es dazu gehört sei hier erwähnt dass fast alle Röhrenverstärker trotzdem eine Last brauchen – also bratet euch nicht den Amp weg und hängt Lautsprecher/Last dran). Theoretisch lässt sich der Radar mit vorgeschaltetem Effektpedal eurer Wahl betreiben um den Amp komplett wegzulassen. Außerdem ermöglicht er alle möglichen Arten von Mischbetrieb – Ein/Zwei Mikros am Cab + Radar. Besonders hat es mir die Möglichkeit angetan eigene IRs zu laden was zu qualitativ konstant hochwertigem Sound bei Aufnahmen und live führt. Ein weiterer Pluspunkt ist der geringe Preis. Bei 129 € kann fast nichts schiefgehen.

Fazit

Im Internet lesen ist die eine Sache, die eigene Erfahrung die andere, darum hab ich das gute Stück kurzerhand bestellt. Ausgiebige Tests folgen. Wenn das schiefgeht schwöre ich der Modeling-Welt endgültig ab… Wie immer…

Link zum Radar beim großen T

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