Midi-Drum Files für umsonst

Über die Jahre haben sich bei mir einige Midi-Files angesammelt. Loops, Fills, komplette Songs. Immer wenn ich einsam bin und die Schießbude nicht besetzt ist bediene ich mich dieser Files. Obwohl ich quasi nur Metal mache ist da für so ziemlich jede Musikrichtung was dabei.

Viel Spaß.

Dropbox

Der Deesser – Hat leider nichts mit Essen zu tun

Der Deesser ist ein Effekt der die Sibilanten in Audiosignalen im Pegel automatisch abzusenken. Damit ist im Prinzip schon alles wichtige Gesagt. Die meisten Plugins ermöglichen das anpassen der Abzusenkenden Frequenzen. Alternativ kann man auch einen Multibandkompressor (Siehe hier) zweckentfremden oder einen dynamischen Equalizer verwenden. Dies erlaubt einem feinere Justierung vorzunehmen als bei den meisten Deesser-Plugins.

TDR Nova

Dieser Equalizer hat es in sich. So sehr dass ich mir sogar die Gentleman’s Edition zugelegt habe. Die Bezeichnung von Delamar trifft es eigentlich ganz gut: „Quasi ein Multiband-Kompressor auf steroiden“.
Die Kostenlose Version sollte für die meisten Anwendungen ausreichen, wer sich jedoch so wie ich zu einem Fanboy entwickelt kann sich die bezahlversion gönnen. Kostet nicht die welt.

TDR-Nova

Der Kompressor – kein Luftverdichter

Um genau zu sein sprechen wir hier von Kompressoren in der Signalverarbeitung, und gleichzeitig einem der mächtigsten Werkzeuge in der Musikproduktion. Meine erste Begegnung mit Kompressoren, insbesondere Multibandkompressoren war traumatisierend und verstörend. So viele unbekannte Knöpfe – irgendwas passiert – es lässt sich jedoch nicht so recht fassen was genau da passiert. Hätte ich nicht gewusst welches mächtige Tool Kompressoren sind, hätte ich das Thema vermutlich einfach verdrängt. Ich hätte mir damals einen möglichst einfachen, jedoch auch umfassenden Leitfaden gewünscht, daher tu ich mir das an und bringe zu Papier was ich weiß.

Ich bin eine einfacher Mann, und genauso war mein Ansatz: Nachmachen was ein X-beliebiger Nutzer im Internet vormacht und prüfen ob das Ergebnis gut ist. Das hat teilweise funktioniert. Weil es eben nur teilweise funktioniert hat habe ich mich letzten Endes selbst mit dem Thema befasst und muss gestehen dass es sich gelohnt hat. Inzwischen habe ich wohl einen kleinen Kompressor-Fetisch entwickelt und liebe es ebendiese zu verwenden. Kompressoren stellen für mich eine exzellente Möglichkeit dar, anderen Instrumenten Platz zu verschaffen, einem Instrument mehr, oder eben genau das Gegenteil, weniger „Attack“ zu verleihen, Bässe bässer (Vorsicht, schlechter Wortwitz) zu kontrollieren, Mixe klarer zu gestalten und zugleich in den tiefen Frequenzen eine klarere Linie zu verschaffen.

Überblick

Vorteilhaft ist es jedoch grundsätzlich zu verstehen was all diese verrückten drehknöpfe überhaupt machen, daher werde ich hier auf ein paar typische und Grundlegende Einstellungsmöglichkeiten eingehen:

  • Threshold: Der Threshold(Schwellenwert) bestimmt, ab welchem Pegel das Signal vom Kompressor bearbeitet wird.
  • Ratio: Dieser Wert bestimmt wie Stark das eingehende Signal, sobald es den Threshold wert überschritten hat, vom Kompressor beeinflusst wird.
    Beispiel: Ratio 4:1 = Eingangssignal 4 dB über Threshold = Ausgangssignal = 1 dB.
  • AttackAttackgibt an wie viele Millisekunden der Kompressor benötigt um nach überschreiten des Threshold wertes, auf typischerweise 63% des Ratiowertes herunterzuregeln.
  • ReleaseReleasegibt an wie viel Zeit der Kompressor benötigt, um nach unterschreiten des Threshold wertes das Signal wieder auf Originalpegel zu regeln.
  • Makeup Gain: Mit Makeup Gainlässt sich das Ausgangssignal insgesamt hochregeln. Macht Sinn um ein Signal, nach Kompression, wieder auf Ausgangslautstärke zu pegeln. Hierbei wird logischerweise die Lautheit insgesamt angehoben. Zu beachten ist, dass Störgeräusche/rauschen dadurch natürlich auch angehoben werden.

Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Amplitudenverlauf_Kompression.png

Arten von Kompressoren

Sobald du das verdaut hast werde ich darauf eingehen welche Art von Kompressoren es gibt. Ich werde mich wie im Rest des Leitfadens möglichst kurz fassen: Dazu muss ich etwas ausholen. Als ich Geboren wurde, war es noch üblich… natürlich ist das nur ein Scherz.

In meinen Augen ist es nur wichtig zwei Typen zu unterscheiden, die Technik spielt meiner Meinung nach eine Untergeordnete Rolle, da es hier, wie bei allen technischen Geräten logischerweise verschiedene Technologien und Herangehensweisen gibt.

  1. Breitbandkompressor
  2. Multibandkompressor

Breitband = Das Gesamte Frequenzspektrum des Signals wird vom Kompressor beeinflusst.
Multiband = Das Frequenzspektrum des Signals wird in mehrere „Bänder“ aufgeteilt, jedes einzelne „Band“ wird im Prinzip von einem eigenem Kompressor beeinflusst.

Beispiele
  • Ich nutze häufig das Signal der Bassdrum um die Bassgitarre zu Komprimieren. So kommen sich die beiden Instrumente nicht in die Quere.
  • Ich persönlich nutze Breitbandkompressoren vor allem auf einzelnen Spuren (z.B. Bass, Snare, bassdrum) und Multibandkompressoren eher bei Summensignalen (Mix Bus/Schlagzeug Bus)
  • Ein Kompressor mit extrem hoher Ratio ist im Prinzip ein Limiter

Ich denke das waren die Grundsätze. Kritik ist erwünscht. Dieser Artikel wird bei Bedarf erweitert.